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Kultur Land Menschen
Die Kärntner Landsmannschaft
KLM, Bahnhofstraße 26/5, A9010 Klagenfurt, Telefon +43 463 513423-0, e-Mail: office@k-landsmannschaft.at ZVR:168 57 14 77
Zitate, Übersetzungen, Rezensionen
„Der Verein kritisiert, dass die zweisprachigen Bezirksgerichte vor allem auf dem Papier sind, weil die Verfahren wesentlich länger dauern als in deutscher Sprache. `Sie dauern wegen der übersetzungen etwa einen Monat länger,` meint Boschitz, , `dass sich deswegen weniger Menschen fr die slowenische Verhandlung entscheiden.` “ Slowenisch am Gericht (aus Novice, Klagenfurt; Nr.9, S. 2 und 3, 6.3.2026, A.d.ü.) (Der seit 1. Oktober 1993 amtierende Richter in Bleiburg und Bad Eisenkappel Franz Boschitz tritt mit 1. Mai 2026 in den Ruhestand. In einem Interview fr die Novice gibt er uns interessante Einblicke in das zweisprachige Gerichtswesen bzw. ber die diversen Vorstellungen innerhalb der slowenischen Volksgruppe zu diesem Thema. „Damit werden alle drei zweisprachigen Bezirksgerichte in Kärnten ohne Richter bleiben, der Slowenisch können wrde. In Bleiburg verhandeln sie jährlich etwa 500 Fälle. Rund 10% davon in slowenischer Sprache, die slowenische Sprache ist aber vor allem in der mndlichen Kommunikation auÿerordentlich wichtig und zugegen, sagt Boschitz, der sich beruflich jeden Tag Slowenisch unterhält. `Die Menschen getrauen sich Slowenisch zu reden, wenn sie wissen, dass du Slowenisch kannst.` Im Bezirksgericht Bleiburg sind neben dem Richter noch vier Personen angestellt, die Slowenisch können.“ Boschitz, als Mitglied des Vereines der slowenischen Juristen, zur derzeit diskutierten Reform des zweisprachigen Gerichtswesens: „Der Verein kritisiert, dass die zweisprachigen Bezirksgerichte vor allem auf dem Papier sind, weil die Verfahren wesentlich länger dauern als in deutscher Sprache. `Sie dauern wegen der übersetzungen etwa einen Monat länger,` meint Boschitz, `dass sich deswegen weniger Menschen fr die slowenische Verhandlung entscheiden.`“…. Zur geplanten Ausweitung der Zweisprachigkeit auf die Gerichte in Villach, Klagenfurt und Völkermarkt bei gleichzeitiger Auflassung der BG auf dem Lande meint Boschitz: „`Auf dem Papier gäbe es mehr Slowenisch. Aber wenn wir schon jetzt kein geeignetes Personal bzw. Richter haben, warum sollten wir es dann auf einmal haben?` Fr Boschitz ist es am wichtigsten, dass wir junge Richter und Beamte haben, die Slowenisch sprechen: `Wir haben Mitarbeiter gesucht, aber die Leute haben wir nicht bekommen. Wenn die Beamten nicht Slowenisch sprechen, ist Schluss.`…Ich bin fr Reformen, wenn die Versprechen ber Slowenisch und Zweisprachigkeit erfllt werden. Ich frchte mich aber, dass sie zum Schluss die Versprechen nicht erfllen werden. …. Das Zusperren …wäre fr Bleiburg auf jeden Fall ein Minus.`“
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