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Kultur Land Menschen
Die Kärntner Landsmannschaft
KLM, Bahnhofstraße 26/5, A9010 Klagenfurt, Telefon +43 463 513423-0, e-Mail: office@k-landsmannschaft.at ZVR:168 57 14 77
„Aber da kam ein slowenischer Kärntner Priester nach St. Veit und verlangte mich zu entlassen, denn für ihn sei es nicht vorschriftsmäßig, dass ein Kommunist, der sogar für die KPÖ kandidiert, in dem Krankenhaus der Barmherzigen Brüder arbeitet.“ Dušan Schlapper, Chirurg der kleinen Leute Beharrlich und aufrecht in seiner Lebensphilosophie (aus Novice, Klagenfurt, Nr. 21, S. 2 und 3, 31. 5. 2019. Auszugsweise Übersetzung; A.d.Ü.) (Anlässlich seiner Pensionierung liest man in den Novice u.a.: ) Seine Lebenswege haben aber nicht nur glänzende ärztliche Erfolge gepflastert, als er unzähligen Menschen das Leben gerettet, die Gesundheit wiedergegeben oder ihnen noch eine Reihe von Lebensjahren im Kreise seiner Allerliebsten geschenkt hat, sondern auch so manche unschöne und bittere Enttäuschung, als ihm etliche aus den heimischen slowenischen Reihen aus einer zwergenhaft maliziösen Intoleranz und einer verbissenen glaubensmäßigen Verhärtung versucht haben, Prügel vor die Füße zu werfen. (…) „Davor hatte ich noch seltsame aufsässige, anarchistische Gedanken, doch bald darauf kam ich wieder zur Vernunft und schloss mich so wie auch viele andere slowenische Studenten der Kommunistischen Partei Österreichs an und wurde im Kommunistischen Studentenverband in Wien aktiv.“ „(…) Im Jahre 1987 habe ich das letzte Mal für die KPÖ kandidiert und wir hatten auch Flugzettel mit den Fotos der Kandidaten. Aber da kam ein slowenischer Kärntner Priester nach St. Veit und verlangte, mich zu entlassen, denn für ihn sei es nicht schlüssig, dass ein Kommunist, der sogar für die KPÖ kandidiert, in dem Krankenhaus der Barmherzigen Brüder arbeitet. (…) .. beinahe hätte ich wegen der Intervention des Kärntner slowenischen Priesters den Arbeitsplatz verloren.(….)“ (Schlapper betonte, dass sie in der St. Veiter Chirurgie aus ganz Kärnten und auch aus Slowenien Patienten gehabt hätten,..) „….selten aber aus unseren Orten. Das habe ich unseren Ärzten gegenüber auch einmal erwähnt, dass die Unterstützung bzw. die Solidarität auch für mich wichtig gewesen wäre, aber diese gab es nicht.“ In einem Leserbrief antwortet der slowenische Jurist und Dichter Janko Ferk auf die Ausführungen von D. Schlapper: (aus Novice, Klagenfurt, Nr. 22, S. 3, 7. 6. 2019. Auszugsweise Übersetzung; A.d.Ü.) Lieber Dušan Schlapper! Ich bedanke mich bei Dir für Deine sehr offenen Worte….. Ähnliche Erfahrungen mit unseren Zlovenci ( Ferk dürfte mit dieser Namensverdrehung wohl die Slowenen mit „Übelmeinenden“ gleichgestellt haben. A.d.Ü.) machte ich auch selber. Mein Erfahrungswissen reduziert sich aber nicht nur auf die erhabenen Vorzeigekatholiken, natürlich in national – vereinsmäßigen Funktionen, sondern auch auf die so genannten fortschrittlichen Altersgenossen, die versucht haben, mir von allem Anfang, vor allem am schriftstellerischen Beginn, zu schaden. Heute kann ich mit ruhigem Gewissen feststellen, dass der größte Feind des Kärntner Slowenen nicht der Borkenkäfer sondern nur der Slowene selbst ist. Die Missgunst ist einer der ausgeprägtesten Charakterzüge der Rasse Kärntner Slowene. Später einmal werde ich all das auch selber und sehr genau mit realen Namen ausführen. Bei Gelegenheit werde ich dich fragen, ob wir beide die Erfahrungen mit ein- und demselben Geistesmenschen haben.