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Kultur Land Menschen
Die Kärntner Landsmannschaft
KLM, Bahnhofstraße 26/5, A9010 Klagenfurt, Telefon +43 463 513423-0, e-Mail: office@k-landsmannschaft.at ZVR:168 57 14 77
Zitate, Übersetzungen, Rezensionen
(…) …eine zusätzliche Schwierigkeit ist, dass wir Slowenen uns auch nach der Erlangung der Unabhängigkeit und Demokratisierung nicht in vollem Umfang den Folgen des tragischen Verlaufs des 2. Weltkrieges auf dem slowenischen Gebiet gestellt haben. Kommentar von Janko Kulmesch Wahlen in Slowenien ohne klaren Sieger (aus Novice, Klagenfurt; Nr.12, S.2 und 3, 27.3.2026, A.d.ü.) (Im Gespräch mit dem slowenischen Politologen A. Maver beleuchtet J. Kulmesch die tieferliegenden Beweggrnde fr das Wahlergebnis bzw. die Zerrissenheit der Gesellschaft in Slowenien A.d.ü.) „In der Zwischenzeit sind 35 Jahre vergangen, (seit sich 1990 Milan Kučan, der letzte Sekretär der kommunistischen Partei und dann auch der erste demokratisch gewählte Präsident und der Laibacher Erzbischof Alojzij ªuºtar im Zeichen der Versöhnung die Hand reichten. A.d.ü.), eine wahrhafte Versöhnung ist aber noch immer nicht erkennbar. Und erst, dass die gegnerischen Seiten in der Lage wären sich fr die gemeinsame überwindung der Vergangenheit zu entscheiden, ähnlich wie es nach dem Ende des 2. Weltkrieges die österreichische Sozialdemokratie und die ÖVP … getan haben….“ Maver: „Die politischen Gegensätze werden sich vermutlich noch vertiefen.“ „Was ich schon oben vermerkt habe, ist die slowenische Gesellschaft sehr geteilt, was sich vor und während der Wahlen nur bestätigt hat. (…) ...eine zusätzliche Schwierigkeit ist, dass wir Slowenen uns auch nach der Erlangung der Unabhängigkeit und Demokratisierung nicht in vollem Umfang den Folgen des tragischen Verlaufs des 2. Weltkrieges auf dem slowenischen Gebiet gestellt haben. Irgendwie herrscht noch immer die Meinung vor, dass die Last der Vergangenheit von allein abfallen werde. Die zweite Schwierigkeit ist meiner Meinung nach das groÿe strukturelle Ungleichgewicht in der Gesellschaft, das jedoch die Folge dessen ist, dass 45 Jahre nach dem Krieg eine Seite die gesamte Macht hatte und die Gesellschaft ausdrcklich nach ihrem Gesamtbild geformt hat. So haben wir auf der einen Seite den heftigen Wunsch, dass sich diese Vorherrschaft bewahrt, auf der anderen aber die immer gröÿere Unzufriedenheit, weil sich das Ungleichgewicht nicht verringert. Auch aus dieser überlegung heraus wäre ein Abkommen zwischen den allerstärksten Spielern der beiden Blöcke dringend.“ „Es ist aber sehr wichtig, dass die Minderheitenangehörigen nicht in den slowenischen politischen Hahnenkämpfen in die Falle tappen.“
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